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SSD in MacBook Pro 13″

Ich habe schon viel gehört über den Performacegewinn einer SSD im Rechner. Nach einem Blick auf die Kapazitäten und deren Preise habe ich dann aber immer einen Rückzieher gemacht. Im Gegensatz zu den 2,5″ Festplatten für Notebooks sind die SSd´s doch um ein vielfaches teurer und bieten nur eine sehr eingeschränkte Kapazität. Auch werden sie pro GB gerechnet immer teurer, je größer sie werden. So bekommt man derzeit eine billige 80GB SSD mit SATA-2 Anschluss für unter hundert Euro. Wenn man allerdings eine etwas bessere mit 120GB haben will, legt man gleich mal knappe 200€ hin.

Für die meisten Leute würden 80GB vollkommen ausreichen. Ca 30GB für das Mac OSx incl. Programme und der Rest ist frei für persönliche Daten. Leider passt es bei mir nicht. Ich bin Hobbyfotograf und nutze daher Aperture 3 als Bild-Management Tool. Aperture legt alle Bilder in einer Libary ab, welche aber effektiv auch nur ein Ordner im Unterordner „Bilder“ ist. Da ich mit der Canon EOS 500D alles im RAW Format aufnehme, sammeln sich da recht schnell eine Menge Daten an. Ein Bild verschlingt mal schnell ca. 21MB. Auch die HD-Movie Funktionen der Kameras erzeugen recht speicherintensives Material. Kurz um, meine Aperture Libary ist runde 250GB groß.

Da ich aber gerne alle meine Bilder dabei habe wollte ich die Libary nicht teilen und einen Teil auslagern um den Speicherbedarf zu verringern. Also bleibt mir effektiv nur eine Möglichkeit: eine 2. Festplatte einbauen.

Nach ein wenig Recherche im Internet habe ich herausgefunden, dass man im Macbook das optische Laufwerk auch gegen eine 2. Festplatte austauschen kann. Allerdings hat man dann aber kein DVD-Laufwerk mehr. Nach langem Grübeln wurde mir dann klar: ich brauche es auch gar nicht. Das Laufwerk hat bisher nur 2 Silberlinge gesehen. Die iWorks DVD und einen Rohling auf den ich mal für die Familie Fotos gebrannt habe. Da ich noch einen externen USB – DVD Brenner habe den ich zur Not nutzen kann, stand dem operativen Entfernen des unnützen Fremdkörpers DVD-Laufwerk also nix mehr im Wege.

Kurz nach dem günstigsten Lieferanten im Netz für eine von der Internetgemeinde als sehr gut eingestufte Intel 320 SSD mit 120GB Speicher gesucht und kurzerhand bei Alternate bestellt. Da mir auf dem Weg zu den SSD´s noch aufgefallen ist, dass die 4GB Ram etwas eng sind, habe ich quasi im Vorbeigehen ins virtuelle Regal gegriffen und mir 8GB Ram spendiert. Für 60€ keine große Sache. Gleichzeitig noch bei eBay einen billigen Festplattenträger bzw Einbaurahmen bestellt, den ich dann gegen das optische Laufwerk austauschen kann. Denn irgendwo muss ja die 500GB Festplatte hingeschraubt werden.

3 Tage warten und der Postbote lieferte mir zeitgleich 2 kleine Päckchen frei Haus.
Auspacken und freuen stand jetzt auf dem Programm. Alles da, los kann´s gehen.

MacBook runtergefahren (mache ich sonst nie), Antistatik-Matte mit Armband ausbreiten, Gerät umdrehen und alle Schrauben raus. War ja nicht das erste Mal, denn gleich zu Anfang musste die originale 320GB Festplatte schon einer 500GB HDD mit 7200 rpm weichen.
Akku-Steckverbinder abziehen, Festplatte ausbauen, Haltestifte aus der HDD entfernen, optisches Laufwerk ausbauen und ääääähhh wegwerfen. Na gut, ich habe es in die Schreibtischschublade geschmissen.

optisches Laufwerk & HDD-Einbaurahmen
Die 500GB HDD in den Einbaurahmen, diesen an die Stelle des optischen Laufwerkes gebastelt und nun noch die Intel SSD mit den Haltestiften aus der Festplatte bestücken und ab in den dafür vorgesehenen Platz.

Jetzt noch schnell die 2 x 2GB RAM Module aus ihrer Behausung geschmissen und es den 2 x 4GB Modulen darin gemütlich gemacht. Deckel zu, Operation beendet. Ach ne, vorher noch den Stecker für den Akku wieder draufstecken. Sonst ist die Akkulaufzeit so kurz.

Intel SSD im Macbook

Kiste wieder mit dem Apfel nach oben auf den Desk und Finger auf den Einschalter.
Mein Apfel bootete wie gewohnt und als ob nichts gewesen wäre. Ist ja auch klar, denn auf der SSD ist nix zum booten und die Festplatte ist ja auch noch da.

Jetzt noch mit dem Festplatten-Dienstprogramm die SSD auf Apfel geeignetes Dateisystem gebracht und frisch formatiert. Mittels des CCC (Carbon Copy Cloner) aus dem laufenden System (ätsch bätsch ihr Windows User) und während des Arbeitens mit dem Gerät alle Daten der 500GB Festplatte außer der Aperture Libary auf die SSD geklont. Jetzt Kaffee trinken und warten, denn das Daten umschaufeln dauert etwas.

Jetzt noch den letzten Schritt: in der Systemeinstellung unter Startvolume die SSD auswählen. Soll ja auch was bringen.
Ein klick auf Neustart. Das Runterfahren ging noch normal von statten. Klar, denn das System lief ja bisher noch von Festplatte.
Der Neustart dann allerdings hatte mich etwas von den Socken gehauen: 20 statt 60 Sekunden bis zum Login Bildschirm! Heftig 😉

Nach dem Anmelden merke man die Geschwindigkeit dann erst richtig:
Programme starten viel schneller und das gesamte System reagiert um einiges dynamischer.
Das starten von Aperture, früher eine Kaffepause wert, geht jetzt in 5 Sekunden.
iTunes startet binnen 2 Sekunden, Safari auch. Microsoft Word braucht wie Aperture auch 5 Sekunden. Alles in allem ein RICHTIGER Leistungsschub!

Jetzt noch Aperture beigebracht, dass die Libary noch auf der HDD zu finden ist und gut ist. Ein Blick in die Systemeigenschaften offenbart nun auch, dass wir mit 8GB unterwegs sind. Das gefällt. Das Betriebssystem lasse ich erstmal parallel noch für 2 Monate auf der Festplatte. Man ist ja ängstlich 🙂

Alles in allem runde 20 Minuten schrauben, 3h System klonen und 2 Neustarts.

Fazit: Empfehlenswert!!!

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